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Freitag, 11. Juli 2014

Erlebnisreiche Ankunft

Nachdem ich einige Vorbereitungen traf (ich wurde spontan einen Tag vor meiner Reise noch mit drei Impfungen versorgt) und unsere Buchungsunterlagen am Morgen des Reisetages im letzten Moment ankamen, ging es also am 8.7. von Frankfurt aus nach Buenos Aires. Vor mir lag ein 14-Stunden Flug, der durch das Deutschland-Brasilien Spiel und einigen guten Filmen wie im Flug verging ;). Ehrlich gesagt habe ich erst im Flugzeug angefangen Reiseführer über Buenos Aires durchzulesen und die Tage unseres Aufenthaltes zu planen, da ich davor durch meinen Geburtstag und den Schulabschlusses wirklich keine Zeit hatte. Mein Vater, der auch eher einer von der spontanen Sorte ist, machte gleich zu Anfang klar, dass die Planung der Reise ganz von mir übernommen werden soll. Nachdem wir am Flughafen Euros in argentinische Pesos (dies sollte man eigentlich in privaten Wechselstuben machen, denn der offizielle Wechselkurs ist ziemlich schlecht) getauscht haben, wurden wir vor dem Flughafen direkt von acht unterschiedlichen 'Remis', also Taxifahrern angesprochen, doch da wir die Stadt kennenlernen wollten, sind wir mit der Hoffnung zu den Bussen, den 'colectivos' gegangen, dass uns einer schon zu unserem Hotel bringen würde (ziemlich optimistisch, denn in Buenos Aires gibt es ca. 350 Linien). Was wir vergessen hatten war, dass man in Buenos Aires entweder sogenanntem 'SUBES', also Fahrkarten zum Aufladen hat, oder die Karte im Bus mit 'monedas', (Münzen) bezahlen muss, da die Busfahrer sich vor Falschgeld fürchten. Wir hatten natürlich nur Scheine bekommen und da mir das mit den Münzen einfiel, fragte ich direkt ein Ehepaar, das an der Bushaltestelle stand. Mir wurde direkt bewusst, dass ich mich erst an den Akzent der Porteños gewöhnen musste, aber das was ich verstand war, dass wir so nicht mitfahren könnten. Unser Glück war aber, dass das junge Paar uns anbot uns auf ihrer Karte mitzunehmen und so traten wir die zwei Stunden lange Busfahrt vom Flughafen in die Stadt an. Busfahrten allgemein sind anders als in Deutschland, da die Busse ruppiger fahren und man sich ziemlich festhalten muss. Aber diese Busfahrt hat mich sehr geprägt, da wir auch an den Armenvierteln, den 'villas miserias', die wir uns in den nächsten Tagen genauer angucken werden, vorbeigefahren sind. Mir ist bewusst, dass diese in Südamerika natürlich extrem sind, aber die heruntergekommenen Häuser und die ganzen obdachlosen Personen zu sehen hat mich sehr traurig gemacht, da vor Ort zu sein natürlich etwas anderes ist, als über das Fernsehen von den Missständen zu erfahren.
Dafür war dann der Kontrast zum Zentrum umso größer, sodass ich diese 
Stadt direkt mit New York vergleichen würde, wenn ich einmal dagewesen wäre ;). Das Stadtinnere ist sehr laut, sehr voll und von einer 'buen aire' kann man wegen der stickigen Luft trotz der mit 15 grad winterlichen und kühlen Temperaturen nicht sprechen. Aber da ich persönlich Großstädte und die Atmosphäre dort sehr mag, hat mir der erste Eindruck sehr gefallen.

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